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Projekt - "Weil wir es können"

Projekt - "Weil wir es können"

Unsere Klasse wird zum Team – Warum?  „Weil wir es können“

Zurzeit nehmen die siebten Klassen am Projekt „Weil wir es können“ der Stadt Wuppertal teil. In Zeiten von „Corona“ ein echter Lichtblick im Schulalltag. Die Stärkung der Klassengemeinschaft soll besonders gefördert werden.

Mittwochvormittag im Pfarrsaal der Kirchengemeinde an unserer Schule. Die Mädchen und Jungen der siebten Klasse versuchen jeweils zu fünft vollkommen konzentriert einen ausgeklappten Zollstock auf dem Boden abzulegen. Klingt einfach? Vielleicht – ist es aber nicht wirklich. Die Schwierigkeit besteht nämlich in drei Dingen:

  • Jeder aus der Gruppe darf den Zollstock lediglich auf den Zeigefingern ablegen.
  • Der Kontakt mit den Fingern muss die ganze Zeit beibehalten werden.
  • Die anderen Finger dürfen nicht benutzt werden.

Da passiert es rasch, dass das Metermaß aus dem Gleichgewicht gerät. Bevor sich die Gruppe versieht, hebt sich der Zollstock auf der einen Seite nach oben und möchte auf der anderen Seite auf den Boden kippen. Doch schnell begreifen die Mädchen und Jungen, wie sie diese Aufgabe lösen können – es geht nur durch gemeinsame Absprache. Das, was für den Außenstehenden nach „Kinderspiel“ aussehen könnte, ist ein gut durchdachtes Konzept, mit dem die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Arbeit und Leben DGB/VHS Bergmark“ an die siebten Jahrgangsstufen der Schulen in Wuppertal herantritt. Spielerisch soll den Kindern und Jugendlichen vermittelt werden, dass es im (Schul-) Alltag viel leichter funktioniert, wenn man als Team und Gemeinschaft handelt.

Nachdem die Jungen und Mädchen die Zollstockübung erfolgreich hinter sich gebracht haben, sitzen alle im Stuhlkreis zusammen. Nun wird überlegt, wie gut die Herausforderung bewältigt wurde. Angeleitet von Sally und Paul reflektieren die Kids das, was sie zuvor erfahren konnten. Sally und Paul sind für diesen Vormittag die beiden Teamchefs, die mit den drei Klassen arbeiten. Wichtig ist ihnen, dass nicht nur die Übungen gut bewältigt werden, sondern in den Feedback-Gesprächen auch gemeinsame Lösungen, Verbesserungen und Veränderungen gefunden werden. Ziel ist es dabei, dass das, was im Spiel erfahren wird, im Schulalltag weiter geht. Im besten Fall entsteht so der Zusammenhalt, der die Klasse als Team bestärkt.

Neben den Kooperationsübungen gibt es dafür jede Menge Austausch über Themen wie die „eigene Herkunft und Kultur“, „Identität“ oder „Vorurteile“. Darüber hinaus erfährt jeder einzelne in der Gruppe totale Wertschätzung. So bekommt man auf einem Blatt Papier in die Umrisse der eigenen Hand von den Mitschülern ganz viele positive Eigenschaften notiert, die einem zugeschrieben werden – „Du bist nett“, „Du bist eine gute Freundin“, „Dir kann man vertrauen“… Auch hier wird sehr klar deutlich, wie wichtig es ist, freundlich und respektvoll miteinander umzugehen.

Nach gut 90 Minuten werden die Schüler mit einer kleinen „Hausaufgabe“ entlassen. Eine Hausaufgabe, die das, was zuvor erfahren werden konnte, noch einmal gedanklich vertieft. Gleichzeitig dient sie als Vorbereitung für die kommende Woche.

Wie viel die Übungseinheiten für die Klasse bewirkt haben, wird sich sicherlich erst später zeigen – nämlich dann, wenn es darum geht, auch im Schulalltag als Team gemeinsam zu bestehen und sich bei ganz herkömmlichen Unterrichtsaufgaben gegenseitig zu unterstützen.

Marco Beiten

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